Geistlicher Beistand
(Seelsorge)

Geistlicher Beistand (oder Seelsorge) am Lebensende ist ein häufiger Bestandteil palliativer Pflege. Sie kann Menschen helfen, mit den schwierigen Fragen umzugehen, die am Ende des Lebens auftauchen. Geistlicher Beistand ist nicht für jeden gleich – effektiver geistlicher Beistand sollte zu den Glaubenssätzen des Betroffenen passen.

Was ist geistlicher Beistand?

Geistlicher Beistand bezeichnet die persönliche Begleitung und Unterstützung eines sterbenden Menschen. Dies geschieht in den meisten Fällen durch einen ausgebildeten Seelsorger, einen Pfarrer oder einer anderen spirituellen Person. Das Ziel? Trost zu spenden und der sterbenden Person dabei helfen, Frieden zu finden. Häufig ist die Begleitung der Angehörigen ein wichtiger Teil der Seelsorge – auch über die Beerdigung hinaus.

Wie der geistliche Beistand dann aussieht, ist immer verschieden. Es gibt so viele Arten von Seelsorge wie es Menschen gibt! Schließlich haben wir alle unterschiedliche Vorstellungen vom Leben, dem Tod und dem Leben nach dem Tod – und die Seelsorge sollte zu diesen Vorstellungen passen.

Was spricht für geistlichen Beistand?

Ob Sie ein religiöser Mensch sind oder nicht: Eine Sterbebegleitung kann grundsätzlich sehr hilfreich sein. Viele Menschen wünschen sich eine geistliche Begleitung, die sonst keine Beziehung zur Kirche hatten – denn es kann sehr tröstlich sein zu erfahren, dass es nach diesem irdischen Leben noch eine weitere Dimension gibt. Außerdem wirft eine schwere Krankheit oder das Ende des Lebens häufig schwierige Fragen und Probleme auf:

  • Angstzustände oder Depressionen
  • Probleme die neue Situation zu akzeptieren
  • Verlust des inneren Friedens
  • Probleme des Loslassen
  • Gefühl der Isolation
  • Reue und Bedauern

Seelsorge kann solche Probleme lösen und helfen...

  • Frieden zu finden,
  • sich von Reue zu lösen,
  • weniger Angst vor dem Tod zu haben,
  • Ihre Lebensqualität bei Krankheit zu verbessern
  • und einen hoffnungsvolleren Ausblick zu bekommen.

Gleichzeitig kann geistlicher Beistand für trauernde Angehörigen sehr wichtig sein – ohne Seelsorge werden Trauernde häufig vergessen oder von Freunden und Bekannten gemieden. Geistlicher Beistand kann helfen, die schwere Zeit nach dem Tod eines geliebten Menschen besser zu bewältigen.

Wie läuft geistlicher Beistand ab?

Wie bereits angemerkt, ist geistlicher Beistand immer individuell und persönlich. Deshalb gibt es keinen typischen Ablauf. Es müssen nicht Gespräche über die Vergangenheit des Sterbenden oder Religion sein – manche Menschen wünschen sich nur eine stille Begleitung. Sie möchten jemanden, der in ihren letzten Momenten für sie da ist. In den letzten Momenten haben viele Menschen ein Bedürfnis nach körperlicher Nähe.

Ein Teil des geistlichen Beistands kann auch die traditionelle Krankensalbung sein. Viele Menschen sehen die letzte Ölung als kraftgebendes Element für die letzten Schritte auf der Reise des Lebens. An der Krankensalbung können auch Angehörige teilnehmen, was eine besonders heilsame Erfahrung sein kann.

Merke

Wichtig: Geistige Unterstützung kann Ihnen sofort helfen, oder sie kann mehr Zeit in Anspruch nehmen. Sprechen Sie mit Ihrem Seelsorger oder Ihrer Seelsorgerin darüber, was für Sie funktioniert und was nicht.

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