Drei außergewöhnliche Bestattungsarten im Überblick

Patientenverfügung.digital

4.1.2021

Sie suchen nach alternativen Bestattungsarten? Mit der Diamantbestattung, der Weltraumbestattung und der Luftbestattung stellen wir Ihnen drei Varianten vor, von denen Sie vielleicht noch nie gehört haben. Viel Spaß beim Lesen!

Bestattung

1. Die Diamantbestattung

Bei der Diamantbestattung wird der Verstorbene eingeäschert und ein Teil der Totenasche anschließend in einen oder mehrere Edelsteine gepresst. Die Diamantbestattung ist in Deutschland nicht erlaubt – es gibt jedoch einige Bestattungsunternehmen, die mit entsprechenden Partnern im Ausland kooperieren (zum Beispiel in der Schweiz und den Niederlanden) und so eine Diamantbestattung für Deutsche ermöglichen.

Wie funktioniert eine Diamantbestattung?

Eine Diamantbestattung gelingt nur mit einer besonderen Form der Feuerbestattung. Statt der gewöhnlichen 1200 Grad Celsius sollte die Kremierung für eine Diamantbestattung bei höchstens 800 Grad erfolgen.

Nach der Feuerbestattung wird ein Teil der kohlenstoffreichen Asche aufgefangen. Unter hohem Druck wird diese Asche dann innerhalb von vier bis sechs Wochen in einen Diamanten gepresst – und danach den Angehörigen übergeben. Die Diamanten können als Schmuck eingefasst und getragen werden. Die übrige Asche wird gewöhnlich in einer Urne beigesetzt.

Was kostet eine Diamantbestattung?

Die Kosten für eine Diamantbestattung hängen vor allem von der gewünschten Qualität des Diamanten ab. 0,4 Karat ist die günstigste Variante und kostet rund 6.000 Euro – für Einkaräter müssen Sie mit Kosten zwischen 13.000 und 20.000 Euro rechnen. Obendrauf kommen die Bestattungskosten für die übrig bleibende Kremationsasche.

Für wen lohnt sich eine Diamantbestattung?

Eine Diamantbestattung ist eine gute Wahl, wenn Sie oder Ihre Angehörige ein bleibendes Andenken des Verstorbenen behalten möchten.

2. Weltraumbestattung

Ja, Sie können tatsächlich im Weltraum bestattet werden! Bei einer Weltraumbestattung wird Ihre Urne in einer kleinen Metallkapsel in suborbitale Höhen oder darüberliegende Umlaufbahnen gebracht – auf Wunsch sogar inklusive Mondlandung!

Wie funktioniert eine Weltraumbestattung?

Eine Weltraumbestattung ist nur nach einer Kremation möglich (wie bei der Diamantbestattung wird bei der Weltraumbestattung nur ein Teil der Totenasche benötigt). Es gibt verschiedene Varianten: 

  • Suborbitaler Flug
    Die günstigste Variante der Weltraumbestattung. Mit einer Minirakete wird die Totenasche in eine Urne auf eine Höhe von über 100 Kilometer gebracht. Per Fallschirm kehrt die Rakete anschließend auf die Erde zurück.
  • Orbitaler Flug
    Bei dieser Variante wird die Totenasche auf eine Erdumlaufbahn transportiert. Sobald die Urne wieder in die Erdumlaufbahn eintritt, verglüht sie wie eine Sternschnuppe.
  • Mondbestattung
    Die teuerste Variante der Mondbestattung. Auf einer mehrtätigen Reise durch den Weltall gelangt die Erne auf die Mondoberfläche und bleibt dort. Tatsächlich gibt es bis heute nur einen Menschen, der auf dem Mond bestattet wurde – der US-amerikanische Geologe und Astronom Eugene Shoemaker

Tipp: Für eine Kremation ist immer eine schriftliche Willenserklärung des Verstorbenen oder der Angehörigen nötig.

Was kostet eine Weltraumbestattung?

Weltraumbestattungen sind vergleichsweise teuer. Vor allem das zu transportierende Gewicht entscheidet über den Preis: Für etwa 7 Gramm Asche müssen Sie mit Kosten zwischen 3.000 und 7.000 Euro rechnen. Eine Bestattung auf dem Mond kostet mindestens 12.000 Euro. Obendrauf kommen die Kosten für die Bestattung der verbleibenden Totenasche. Die meisten Anbieter für Weltraumbestattungen befinden sich in den USA.

3. Luftbestattung

Bei einer Luftbestattung wird die Asche aus einem Hubschrauber, einem Flugzeug oder Heißluftballon verstreut – meist in Anwesenheit der Angehörigen. In Deutschland sind Luftbestattungen normalerweise nicht gestattet – eine Ausnahme sind bestimmte Zonen der Nord- und Ostsee, über denen die Totenasche verstreut werden darf. Außerdem gibt es deutsche Bestattungsunternehmen, die mit Partnern im Ausland kooperieren und eine Luftbestattung in anderen Ländern ermöglichen (zum Beispiel Frankreich, Schweiz, Tschechien).

Wie funktioniert eine Luftbestattung?

Wie auch bei den anderen beiden Bestattungsarten ist die Luftbestattung nur nach einer Einäscherung des Leichnams möglich.

In den meisten Fällen wird die Urne zunächst am Startplatz aufgebahrt, damit die Angehörigen in Ruhe Abschied nehmen können. Danach befestigt der Pilot die Urne an einem Ballonkorb oder einem Streucontainer bei Hubschraubern und Flugzeugen. Diese kann der Pilot per Knopfdruck öffnen, sobald das Zielgebiet erreicht wurde.

Nach dem Verstreuen der Asche erhalten die Angehörigen die Koordinaten des Bestattungsortes in einer Urkunde. Je nach Kapazität des Transportmittels können bei einer Luftbestattung bis zu drei Angehörige anwesend sein.

Wichtig: Eine Luftbestattung ist wetterabhängig und nur bei sicheren Flugbedingungen möglich. Vor allem eine Ballonbestattung ist normalerweise nur im Frühjahr bis Herbst möglich.

Was kostet eine Luftbestattung?

Eine Luftbestattung kostet zwischen 1.000 und 3.000 Euro. Obendrauf kommen die Kosten für die Kremation, Urne und die Trauerfeier. Günstiger wird die Luftbestattung, wenn die Angehörigen beim Verstreuen der Asche in der Luft nicht anwesend sind – eine solche "anonyme Luftbestattung" ist bereits ab 700 Euro möglich.

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